Orangerotes Habichtskraut
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Mehrjährige Wildstaude mit leuchtend orange- bis rotorangefarbenen Blüten und niedrigem bis mittelhohem Wuchs. Das Orangerote Habichtskraut ist eine robuste, trockenheitsverträgliche Pflanze für sonnige Standorte und bevorzugt durchlässige, eher nährstoffarme Böden.
Durch seine Ausläufer eignet es sich gut zur naturnahen Flächenbegrünung, für Wildblumenbereiche und extensive Pflanzungen. Gleichzeitig stellt es eine wertvolle Nahrungsquelle für Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge dar und setzt mit seiner intensiven Blütenfarbe auffällige Akzente im Garten.
Beschreibung
Orangerotes Habichtskraut (Hieracium aurantiacum)
Das Orangerote Habichtskraut (Hieracium aurantiacum) ist eine ausdauernde, mehrjährige Wildstaude, die ursprünglich in den Gebirgsregionen Mittel- und Osteuropas beheimatet ist. In der Natur wächst sie bevorzugt auf mageren Wiesen, an Böschungen, auf offenen Hängen und in lichten Gebirgslandschaften. Diese Herkunft erklärt ihre Anspruchslosigkeit und ihre gute Anpassungsfähigkeit an nährstoffarme Standorte.
Im Garten zeigt sich die Pflanze als niedrig bis mittelhoch wachsender Bodendecker mit auffälligen, leuchtend orangefarbenen Blüten. Durch ihre Ausläufer kann sie mit der Zeit größere Flächen besiedeln und eignet sich besonders gut für naturnahe Pflanzungen, Wildblumenbereiche und extensive Gartenflächen.
Standort und Bodenansprüche
Das Orangerote Habichtskraut gedeiht am besten an sonnigen Standorten. Es bevorzugt eher trockene bis mäßig frische, gut durchlässige und nährstoffarme Böden. Besonders auf mageren Standorten entwickelt die Pflanze einen kompakten Wuchs und eine intensive Blütenfärbung.
Staunässe sollte vermieden werden, da sie die Pflanze langfristig schwächen kann. Insgesamt zeigt sich das Habichtskraut jedoch als ausgesprochen robust, trockenheitsverträglich und pflegeleicht.
Wuchs und Blüte
Hieracium aurantiacum erreicht meist eine Wuchshöhe von etwa 20 bis 40 Zentimetern. Die Pflanze bildet grundständige Blattrosetten und breitet sich zusätzlich über Ausläufer aus, wodurch mit der Zeit dichte Bestände entstehen können.
Die leuchtend orange- bis rotorangefarbenen Blüten erscheinen meist zwischen Juni und August. Durch ihre intensive Farbe hebt sich die Pflanze deutlich von vielen anderen heimischen Wildstauden ab und setzt auffällige Akzente in naturnahen Pflanzungen.
Ökologischer Wert und Nutzen für Tiere
Das Orangerote Habichtskraut bietet zahlreichen Insekten eine wichtige Nahrungsquelle. Besonders Wildbienen, Schwebfliegen und verschiedene Schmetterlingsarten besuchen die Blüten regelmäßig.
Durch die lange Blütezeit trägt die Pflanze zur Versorgung von Bestäubern während der Sommermonate bei und unterstützt damit die Biodiversität in naturnahen Gartenbereichen.
Sorten und Varianten
Neben der Wildform existieren einige nahe verwandte Arten und Formen, die sich in Blütenfarbe und Wuchsverhalten unterscheiden:
- klassische orange- bis rotorange blühende Wildformen
- gelb blühende verwandte Habichtskräuter
- kompaktere Auslesen für Steingärten und extensive Pflanzungen
Pflege und Rückschnitt
Die Pflege des Orangeroten Habichtskrauts ist unkompliziert. Verblühte Blütenstände können entfernt werden, um die Pflanze optisch kompakt zu halten und eine übermäßige Selbstaussaat zu reduzieren.
Da sich die Pflanze über Ausläufer verbreitet, kann eine gelegentliche Begrenzung sinnvoll sein, insbesondere in kleineren Beeten. Auf mageren Standorten bleibt der Wuchs meist kontrollierter und natürlicher.
Krankheiten und mögliche Probleme
Das Orangerote Habichtskraut gilt als sehr robuste und widerstandsfähige Pflanze. Krankheiten oder größere Schädlingsprobleme treten nur selten auf.
Auf sehr nährstoffreichen Böden kann die Pflanze allerdings stärker wuchern und andere, schwächer wachsende Arten verdrängen. In naturnahen Pflanzungen mit ausreichend Platz wird dies jedoch häufig nicht als problematisch empfunden.
Verwendung im Garten und Gestaltung
Die Pflanze eignet sich hervorragend für Wildblumenwiesen, naturnahe Staudenpflanzungen, Böschungen und extensive Gartenbereiche. Besonders wirkungsvoll ist sie in Kombination mit blau oder violett blühenden Wildstauden, da die orangefarbenen Blüten starke Farbkontraste erzeugen.
Durch ihre Anspruchslosigkeit eignet sie sich zudem gut für trockenere Standorte und pflegearme Gartenkonzepte.
Nutzen für Mensch und Gartenkonzept
Auch wenn das Orangerote Habichtskraut keine klassische Nutzpflanze ist, besitzt es einen hohen Wert für naturnahe und biodiversitätsfördernde Gartenkonzepte. Die Pflanze unterstützt zahlreiche Insektenarten und sorgt gleichzeitig für auffällige Farbakzente in extensiven Pflanzungen.
Darüber hinaus eignet sie sich gut zur Begrünung magerer Standorte, auf denen viele andere Gartenpflanzen nur eingeschränkt gedeihen.
Hinweis für den Bezug (Saatgut & Pflanzen)
Die Pflanze lässt sich gut aus Saatgut ziehen und kann sich an geeigneten Standorten auch durch Ausläufer etablieren. Wer schneller größere Bestände oder gezielte Pflanzungen anlegen möchte, kann auf vorgezogene Pflanzen aus spezialisierten Gärtnereien oder Partnerangeboten zurückgreifen.
Merkmale
Orangerotes Habichtskraut (Hieracium aurantiacum)
Inhalt: mind. 100 Korn
Standort: sonnig
Boden: trocken, normal
Wuchshöhe: ca. 20 – 50 cm
Blütenfarbe: orange, rot
Blütezeit: Mai, Juni, Juli
Lebensdauer: mehrjährig
Aussaat: Frühjahr oder Herbst
Aussaatort: Direktsaat
Keimdauer: ca. 2 – 4 Wochen
Keimtyp: Lichtkeimer, Normalkeimer
Verwendung: Naturgarten, Trockenstandort, Insektenpflanze
Zusätzliche Information
| Standort | |
|---|---|
| Wuchshöhe | |
| Blütenfarbe | |
| Blütezeit | |
| Pflanzenart | |
| Keimtyp | |
| Laub |
Aussaat
Allgemeiner Aussaathinweis
Aussaat auf lockere, durchlässige Erde. Samen je nach Keimtyp nur leicht andrücken oder dünn mit Erde bedecken. Gleichmäßig feucht halten, Staunässe vermeiden. Die Keimdauer kann je nach Temperatur und Bedingungen variieren. Bis zur Aussaat sollte das Saatgut möglichst dunkel, kühl und trocken gelagert werden.
Lichtkeimer: Die Samen benötigen Licht zur Keimung und dürfen nicht oder nur sehr dünn mit Erde bedeckt werden.
Dunkelkeimer: Die Samen keimen besser in Dunkelheit und sollten entsprechend dünn mit Erde bedeckt werden.
Warmkeimer: Die Samen benötigen für die Keimung höhere Temperaturen. Eine gleichmäßige Wärme fördert die Keimung.
Normalkeimer: Die Samen benötigen keine Kälteperiode und keimen bei normalen bis moderaten Temperaturen ohne spezielle Vorbehandlung.
Kühlkeimer: Die Samen keimen am besten bei kühlen bis moderaten Temperaturen. Eine längere Kälteperiode ist nicht zwingend erforderlich, kann die Keimung jedoch gleichmäßiger und zuverlässiger machen.
Kaltkeimer: Die Samen benötigen einen Kältereiz, um zu keimen. Dies geschieht durch eine natürliche Kälteperiode im Winter oder durch gezielte Kältebehandlung.
Empfehlung
Für eine bessere Kontrolle und eine höhere Erfolgsquote empfehle ich die Vorkultur in Aussaatgefäßen oder Saatkisten, sowohl im Innenbereich als auch im geschützten Außenbereich. So lässt sich der Keimprozess gezielter steuern und beeinflussen. Eine Direktsaat im Beet ist ebenfalls möglich, hat jedoch einen eher natürlichen, unkontrollierten Verlauf: Regen kann das Saatgut verlagern, Tiere können es verschleppen oder es keimt ungleichmäßig an unterschiedlichen Stellen. Das kann zwar sehr charmant und überraschend wirken, macht die gezielte Gartenplanung jedoch schwieriger. Die Aussaat im Freiland eignet sich daher für alle, die geduldig sind oder bewusst einen natürlichen, zufälligen Gartenverlauf zulassen möchten. Wer hingegen gezielt bestimmte Pflanzen an definierten Standorten etablieren möchte, fährt mit der Vorkultur deutlich besser.
Die Natur hat bei vielen Pflanzen eine wichtige Strategie entwickelt: Nicht alle Samen keimen im selben Jahr. Dadurch wird sichergestellt, dass ein Teil der Nachkommen auch dann überlebt, wenn extreme Bedingungen wie Trockenheit oder Überflutung auftreten. Aus diesem Grund sollte man Aussaatgefäße oder Saatkisten nicht vorschnell entsorgen, da auch im Folgejahr noch Keimung stattfinden kann.
Gewährleistungshinweis
Das Wachstum und die Entwicklung von Pflanzen aus Samen hängt von zahlreichen äußeren Bedingungen ab, die nicht von mir beeinflussbar sind. Hierzu zählen unter anderem Bodenverhältnisse, Witterung, Niederschläge, Standortbedingungen sowie die natürliche Konkurrenz durch andere Pflanzen. Aus diesem Grund kann keine Gewähr für Keimung, Wachstum oder den weiteren Entwicklungsverlauf übernommen werden.
Erfahrungsbericht
Das Orangerote Habichtskraut bildet mit seinen behaarten Blättern eine kleine bodennahe Blattrosette, die auch in milden Wintern sichtbar bleibt. Seine leuchtend orangeroten Blütenköpfe „schweben“ während der Blütezeit in etwa 20 bis 50 Zentimetern Höhe darüber. Obwohl meist ein sonniger Standort empfohlen wird, wächst die Pflanze bei mir auch im Halbschatten sehr zuverlässig. Die niedrigen Blattrosetten sind außerhalb der Blütezeit zudem gelegentlich begehbar, ohne dass die Pflanze dabei sofort Schaden nimmt.
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